Ärzte ohne Grenzen: in Krisenregionen rund um die Welt vor Ort.

„Ärzte ohne Grenzen“ ist  seit 1992 in Myanmar tätig. Während andere Hilfsorganisationen laut Presseberichten Schwierigkeiten haben, überhaupt ein Visum für die Einreise zu bekommen, kann Ärzte ohne Grenzen auf eigene Mitarbeiter im Land zurückgreifen, darunter auch viele Einheimische. Wodurch unterscheidet sich die Arbeit der Hilfsorganisation Ärzte ohne Grenzen von der anderer Hilfsorganisationen? Wie erfolgreich ist die Arbeit Ihrer Organisation jetzt unter den Bedingungen der aktuellen Krise? Gibt es vergleichbare Schwierigkeiten mit den Behörden des Landes?

Antwort von Dr. Frank Dörner für Ärzte ohne Grenzen:

Ärzte ohne Grenzen arbeitet schon seit 1992 in Birma und hatte bereits vor der Katastrophe 38 internationale und mehr als 1.200 nationale Mitarbeiter im Land, die große Malaria- und HIV/Aids-Behandlungsprojekte betreiben. Wir konnten Mitarbeiter aus den bestehenden Projekten sehr schnell in die stark betroffenen Deltaregion verlegen und die Hilfsmaßnahmen unverzüglich starten. Über 250 Mitarbeiter sind in der Delta-Region aktiv. Sie bilden kleinere Teams und versuchen, zum Teil mit Booten, auch abgelegene Ortschaften zu erreichen. Sie verteilen Nahrungsmittel, Trinkwasser sowie Plastikplanen und bieten medizinische Hilfe an. Insgesamt wurden bisher 275 Tonnen Hilfsgüter im Irrawaddy-Delta verteilt.

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Vereinigtes Königreich: Attraktiver Arbeitgeber für Ärzte

Vereinigtes Königreich: Attraktiver Arbeitgeber für Ärzte

Das Vereinigte Königreich ist nicht nur auf Grund der niedrigen Sprachbarriere ein attraktiver Arbeitgeber für deutsche Ärztinnen und Ärzte. Auch sind niedrige bürokratische Hindernisse und gute Erreichbarkeit sowie leistungsgerechte Bezahlung Argumente, weshalb sich immer mehr Kollegen entscheiden zumindest einen Teil ihrer Zeit in England zu verbringen.

Die Bewerbung in England folgt strikten Gepflogenheiten, die man kennen sollte, um nicht in ein „Fettnäpfchen“ zu tappen:

  • Die englische Bewerbung (nicht USA) unterscheidet sich von der deutschen vor Allem im Umfang. Eine typische Bewerbungsmappe besteht aus:
  • einem maschinengeschriebenen Anschreiben an den Arbeitgeber (rund eine Seite)
  • einem maschinengeschriebenen tabellarischen Lebenslauf (Achtung: Ähnlich wie in den USA  – keine Angaben zu Religion, Beziehungsstatus, Eltern, in umgekehrt chronologischer Reihenfolge)
  • Anrede in allen Dokumenten „Dear Mr. XY“ oder „Dear Mrs. XY“
  • keine aktuellen Arbeitzeugnisse, werden ggf. nachgefordert. Gerne gesehen sind allerding Referenzen/Angaben zu bestehenden Arbeitnehmern.
  • Weitere Besonderheit: standardisierte Bewerbungsbögen werden häufig genutzt und ersetzen oft die kompletten Bewerbungsunterlagen. Ggf. beim Arbeitgeber vorher erkundigen, ob solche Formulare vorliegen. Häufig liegt auch ein Fragebogen bei. Den gut studieren, diese Fragen werden oft im Vorstellungsgespräch genutzt um den Bewerber genauer kennenzulernen.

Wenn man diese Tipps beachtet sollte einer Bewerbung im Ausland nichts mehr im Wege stehen. Bei Rückfragen zu Jobs für Ärzten, gerne einen Kommentar hinterlassen!

Der Hausarzt - immer wichtigere Rolle in der ambulanten Versorgung.

Der Hausarzt - immer wichtigere Rolle in der ambulanten Versorgung.

Der Hausarzt als erster Ansprechpartner – in vielen europäischen Ländern nicht nur Usus, sondern Pflicht. Länder, wie etwa die Niederlanden, haben die so genannte Hausarztzentrierte Versorgungung (HzV) zur Regel gemacht. Dennoch wird dieses Modell der ambulanten Versorgung kontrovers diskutiert. Wir zeigen Vor-und Nachteile des Hausarztmodells auf.

  • Pro hausarztzentrierte Versorgung:Die Krankenkassen können den Versicherten Vorteile gewähren, z. B. reduzierte Zuzahlungen in den Apotheken, Erstattung bzw. Wegfall der Praxisgebühr oder niedrigere Krankenkassenbeiträge. Die Beziehung zum Haus- und Familienarzt wird gestärkt. Der Hausarzt kennt den Patienten seit Jahren, teilweise seit Jahrzehnten. Der „Ärztetourismus“ wird reduziert. Dadurch, dass einfache Behandlungsfälle beim Hausarzt verbleiben (nicht jeder banale Schnupfen muss von einem HNO-Arzt behandelt werden), können sich die Fachärzte auf schwerere Erkrankungen ihres Gebietes konzentrieren. Teilnahmewillige Hausärzte können von den Krankenkassen zur Teilnahme an bestimmten – auch kostenpflichtigen – Weiterbildungsmaßnahmen neben der eigentlichen Weiterbildung verpflichtet werden.
  • Kontra hausarztzentrierte Versorgung:
    Gegner des Hausarztmodells sehen das Recht auf freie Arztwahl beschränkt. Außerdem sei die Möglichkeit erschwert, vergleichende Untersuchungen und differenzierte Therapieempfehlungen („Zweitmeinung“) bei verschiedenen Fachärzten einzuholen. Zudem kann es gefährlich sein, jahre- oder jahrzehntelang einem einzigen Arzt zu vertrauen. Manche Hausarztverträge schränken die Therapiefreiheit der Ärzte ein, indem sie die Befolgung von durch die Krankenkassen beeinflussten Behandlungsleitlinien vorschreiben. Einige Kritiker bezweifeln auch, dass die Qualifikation der Hausärzte ausreichend ist für eine so komplexe Aufgabe. Wenn nicht alle Hausärzte teilnehmen, ist der Patient, der an dem Programm teilnehmen will, zu einem Wechsel des Hausarztes gezwungen. Für teilnehmende Ärzte ist mit einem erhöhten Verwaltungsaufwand zu rechnen.

Die Wahl des richtigen Modells bleibt diskutabel. Wie würden Sie entscheiden?

 

International als Arzt zu arbeiten: Für viele Mediziner ein Traum.

Immer mehr Ärzte kehren Deutschland den Rücken zu und arbeiten im Ausland. In einer mehrteiligen Serie stellen wir an dieser Stelle Arbeitsplätze und Bewerbungsgepflogenheiten verschiedener Länder vor. Im ersten Teil der Reihe beschäftigen wir uns mit dem beliebten Urlaubsland Italien.

In Italien zählen vor allem persönliche Kontakte. Bewerber und Absolventen sollten sich daher nicht auf Initiativbewerbungen verlassen, sondern hartnäckig nachfragen, um im Unternehmen, in dem sie arbeiten möchten, auf sich aufmerksam zu machen. Der großzügige Gebrauch von Telefon und Fax (ggf. je nach Region auch e-Mail.) ist dabei ratsam. Die Telefonanrufe sollten sehr gut vorbereitet sein. Der Bewerber sollte sich über Daten und Fakten des Unternehmens und über eigene Qualitäten, die für das Unternehmen oder die Klinik interessant sein könnten, im Klaren sein. Die Anerkennung der deutschen Approbation ist übrigens in der Regel kein Problem.

Der Lebenslauf ist der wichtigste Teil der Bewerbung und sollte nicht länger als zwei bis drei Seiten sein. Man gliedert diesen nach italienischen Gepflogenheiten in drei Teile:

  • Angaben zur Person (sog. „Informazioni Personali“)
  • Schule und Ausbildung (sog. „Studi e formazione“) in chronologischer Reihenfolge
  • zusätzliche Fähigkeiten (Altre Conoscenze) können als Unterkategorie oder extra aufgeführt werden
  • Berufserfahrung (Esperienze Professionali) in anti-chronologischer Reihenfolge
  • Absolventen von der Universität lassen diese Rubrik aus und erwähnen unter „Informzioni Personali“ die Unterkategorie „Informazioni Aggiuntivi“ (Zusatzinformation) gebildet, in der relevante Berufserfahrungen oder wichtige Etappen des Studiums vermerkt werden. Hier können auch Bewerbungsmotivationen erwähnt werden.

Das Bewerbungsschreiben (La Lettra di accompagnamento al curriculum) wird in italienischen Bewerbungen relativ kurz, höflich und formell gefasst. Lange Ausführungen und Bewerbungsmotivationen, sowie Fotos und Kopien von Zeugnissen werden in der Regel erst bei dem Vorstellungsgespräch geklärt bzw. vorgelegt. Wenn Sie diese Tips für eine Bewerbung in Italien beachten, sollte ihrer Tätigkeit als Arzt in Italien nichts mehr im Weg stehen.

Ehrenamtliche Arbeit - für viele Ärzte Ehrensache.

Das Diakonische Werk Ennepe-Ruhr / Hagen betreibt seit Oktober 2007 ein Arzt-Mobil für Obdachlose. Das Angebot soll ab Februar 2008 auch auf Hagen und den südlichen Ennepe-Ruhr-Kreis ausgedehnt werden.Das Diakonische Werk will mit dem Arzt-Mobil vor allem Obdachlose erreichen, die häufig den Besuch bei Hausärzten scheuen. Dennoch haben sie oft gesundheitliche Probleme, wie offene Beine, Hauterkrankungen oder Läuse. Sie schämen sich auch, ihre kranken Körper einem Hausarzt zu präsentieren.

Daher soll das Arzt-Mobil auch ein Angebot sein, um den dringend benötigten Arztbesuch dennoch zu ermöglichen. Das Diakonische Werk wird mit seinem Arzt-Mobil auch regelmäßig die Orte ansteuern, an denen sich die Obdachlosen aufhalten.Das Angebot des Arzt-Mobils, das bereits seit Oktober 2007 in Witten umher fährt, soll ab Februar 2008 nunmehr auch in Hagen und im südlichen Ennepe-Ruhr-Kreis sein Angebot an die Obdachlosen erbringen. Die Beratungsstelle für Wohnungslose schätzt die Anzahl der Obdachlosen im südlichen Ennepe-Ruhr-Kreis auf etwa 700 Menschen.

Das Fahrzeug, ein 15 Jahre alter Mercedes 609D, wurde dem Diakonischen Werk von der Gesellschaft für soziale Dienstleistungen Essen, die ein neues Fahrzeug für ihre soziale Arbeit in Essen angeschafft hat, geschenkt. Es wurde dann zu einem ärztlichen Behandlungsraum ausgebaut. Die Fixkosten für das Arzt-Mobil für Versicherung, Benzinkosten, Reparaturen und Sanitätsmaterial von etwa zehntausend Euro jährlich sollen vor allem durch Spenden zusammen kommen.

Das Diakonische Werk sucht nunmehr freiwillige Helfer, insbesondere zwei Ärzte und zwei medizinische Assistentinnen. Interessenten können sich bei Birgit Bucholz vom Diakonischen Werk unter Telefon 0 23 31 / 38 09 12 melden.

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Rauchfrei: Zunehmend mehr Kliniken verbieten das Rauchen

Die Weltgesundheitsorganisation stellt keine rauchenden Mitarbeiter mehr ein. Dies sagte die WHO-Sprecherin Fadela Chaïb gegenüber einem Schweizer Rundfunksender.

Die WHO, die an ihrem Hauptsitz in Genf etwa 2.400 Mitarbeiter beschäftigt, will die neue Regelung auf alle Neueinstellungen anwenden. Bewerber, die auf Nachfrage angeben, Raucher zu sein, werden von der Bewerbungsliste gestrichen. Auch auf Stellenanzeigen wird darauf aufmerksam gemacht, dass keine Raucher eingestellt werden. Bereits fest angestellte Mitarbeiter sind von der neuen arbeitsrechtlichen Klausel nicht betroffen. Das Suchtverhalten der Mitarbeiter wird auch nicht durch Tests überprüft.

Die WHO ist damit die erste Unterorganisation der UNO, die solche drastischen Regeln für ihre Mitarbeiter eingeführt hat. Die WHO ist einer der Vorreiter einer weltweiten Kampagne gegen das Rauchen in öffentlichen Gebäuden. Diese Norm wurde von den Mitgliedsstaaten der WHO zum Standard erklärt. Die Mehrheit der WHO-Vertragsstaaten hat diese Norm verbindlich übernommen. Dieser Standard sieht auch ein Verbot der Werbung für Tabakwaren in bestimmten Bereichen, so etwa Fernsehen und Kino, vor.

Dieser Trend könnte sich in Zukunft auch auf andere Gebiete ausweiten, die im Gesundheitssystem Vorreiterrollen spielen, beispielsweise Krankenhäuser, Krankenversicherungen oder Behörden im Gesundheitswesen. Bereits jetzt wird das Rauchen in vielen Kliniken stark eingeschränkt und in vielen öffentlichen Gebäuden ganz verboten.

 

Sind Ärzte gesünder als die Normalbevölkerung?

Wer stets mit Kranken umgeben ist, kümmert sich weniger um seine eigene Gesundheit. Dieser Satz trifft nur für die psychische Gesundheit von Ärztinnen und Ärzten zu. Während die körperliche Gesundheit von männlichen Ärzten mit derjenigen der allgemeinen männlichen Bevölkerung vergleichbar zu sein scheint, scheint die körperliche Gesundheit von Ärztinnen besser zu sein als die der allgemeinen weiblichen Bevölkerung.

Hinsichtlich der psychischen Gesundheit fällt auf, dass Depressionen und Suchterkrankungen bei Ärzten häufiger vorkommen als in der restlichen Bevölkerung. Ein weiteres bei Medizinern häufig auftretendes Krankheitsbild ist das Burnout-Syndrom, das bereits bei Medizinstudenten in einer erhöhten Rate nachgewiesen werden kann, wie mehrere Studien belegen. Diese Studien zeigten eine gegenüber der allgemeinen Bevölkerung erhöhte Suizidrate unter Ärzten. Das gegenüber der Normalbevölkerung erhöhte relative Risiko, einen Suizid zu begehen, lag für Ärzte zwischen 1,1–3,4 und für Ärztinnen zwischen 2,5–3,7.

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